Pflegestufen

Mit dem Pflegestärkungsgesetz II verabschieden sich die Pflegestufen. Hier gelangen sie zu den neuen Pflegegraden.

 

Welche Pflegestufe für einen Pflegebedürftigen gilt, richtet sich immer danach, wie viel und wie oft Hilfe nötig ist. Dazu zählt neben Körperpflege, Ernährung und Mobilität (grundpflegerische Hilfe) auch die hauswirtschaftliche Versorgung. Berechnet wird immer die Zeit, die eine Laien-Pflegekraft, zum Beispiel ein Familienangehöriger, an Zeit aufwendet. Es wird also kein Unterschied zwischen Laien und professionellen Pflegekräften gemacht.
Das Pflegeversicherungsgesetz unterscheidet dabei zwischen drei Pflegestufen:

Pflegestufe 0 -eingeschränkte Alltagskompetenz

Um Leistungen gemäß der Pflegestufe 0 zu bekommen, muss die Alltagskompetenz eingeschränkt sein, also der Bedürftige z. B. aufgrund von Demenz, psychischer Erkrankungen oder geistiger Behinderung ein erhöhtes Maß an Beaufsichtigung und Betreuung benötigen. Der Betroffene sollte ein Mindestmaß an Pflege nötig haben, wozu auch die notwendige Betreuung und Beaufsichtigung eines Demenzkranken gezählt wird. Stets sollte also ein gewisser Bedarf an Grundpflege (Hilfen bei Körperpflege, Ernährung und Bewegung) bestehen.

Pflegestufe I – erhebliche Pflegebedürftigkeit

Um Leistungen gemäß der Pflegestufe I zu bekommen, muss ein Zeitaufwand (MDK) von mindestens 90 Minuten täglich vorliegen. Auf die Grundpflege (Körperpflege, Ernährung, Mobilität) müssen dabei einmal täglich mindestens 46 Minuten entfallen. Zusätzlich muss mehrfach in der Woche Hilfe bei der hauswirtschaftlichen Versorgung anfallen.

Pflegestufe II – Schwerpflegebedürftigkeit

Pflegestufen Beratung PflegestufeUm Leistungen gemäß Pflegestufe II zu bekommen, muss ein Zeitaufwand (MDK) von mindestens 3 Stunden täglich vorliegen. Auf die Grundpflege (Körperpflege, Ernährung, Mobilität) müssen dabei dreimal täglich insgesamt mindestens 2 Stunden entfallen. Zusätzlich muss mehrfach in der Woche Hilfe bei der hauswirtschaftlichen Versorgung anfallen.

Pflegestufe III – Schwerstpflegebedürftigkeit

Um Leistungen gemäß der Pflegestufe III zu bekommen, muss ein Zeitaufwand (MDK) von mindestens 5 Stunden täglich vorliegen. Grundpflegerische Hilfe (Körperpflege, Ernährung, Mobilität) muss dabei täglich rund um die Uhr anfallen – auch nachts – insgesamt mindestens 4 Stunden. Zusätzlich muss mehrfach in der Woche Hilfe bei der hauswirtschaftlichen Versorgung nötig sein.

Erst einen Antrag stellen!

Pflegebedürftige erhalten nur auf Antrag Leistungen von der Pflegekasse. Hier genügt ein formloses Schreiben. Wichtig ist es allerdings den Antrag zeitnah zu stellen und schnellstens zurückzusenden, denn: der Tag, an dem der Antrag bei der Pflegekasse eingeht, entscheidet über den Beginn der Ansprüche. Bevor die Pflegekasse über ihre Leistungen entscheidet, muss der Medizinische Dienst (MDK) die Pflegebedürftigkeit beurteilen. Ein „Gutachter“ stellt vor Ort fest, in welchem Umfang Hilfen notwendig sind und gibt der Pflegekasse den Hinweis, welche Pflegestufe angemessen ist.

Wünschen Sie Beratung? Gern stehen wir Ihnen zu einem kostenlosen, individuellen Beratungsgespräch zur Verfügung.

Pflegesachleistungen
Sachleistungen nach § 36 SGB XI Sachleistungen nach § 36 SGB XI i. V. m. §123 SGB XI für Personen nach §45a SGB XI
(eingeschränkte Alltagskompetenz)
Pflegestufe 0 0€ 231€
Pflegestufe 1 468€ 689€
Pflegestufe 2 1144€ 1298€
Pflegestufe 3 1612€ 1612€
Härtefall 1995€ 1995€

 

Pflegegeldleistungen
Geldleistungen nach § 37 SGB XI Geldleistungen nach § 37 SGB XI i. V. m. §123 SGB XI
Pflegestufe 0 0€ 123€
Pflegestufe 1 244€ 316€
Pflegestufe 2 458€ 545€
Pflegestufe 3 728€ 728€
Härtefall 728€ 728€

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